BEZAHLT WIRD
NICHT

DARIO FO

DAS STÜCK

Aus Wut über die drastische Erhöhung der Lebensmittelpreise entschliessen sich Antonia und Magherita den Supermarkt kurzerhand zu plündern. Zusammen mit anderen Frauen verlassen sie vollbepackt den Laden. Das Motto: „Bezaht wird nicht!“

Damit Antonias Mann, ein gesetzestreuer und auf Ordnung bedachter kommunistischer Gewerkschafter, nur keinen Verdacht schöpft, tischt sie ihm groteske Lügenmärchen auf. Auch Luigi, Margheritas Mann, soll nichts merken. So lassen die beiden Damen die heisse Ware mit Hilfe fiktiver Schwangerschaften unter ihren Mänteln verschwinden. Es entwickelt sich ein absurdes und komisches Spiel mit vielen turbulenten Verwicklungen.

Dario Fo, der Meister der politischen Komödie, führt den zivilen Ungehorsam als probates Mittel vor, gegen die Unterdrücker aus Regierung und Wirtschaft bestehen zu können. Ist das so? Welche Möglichkeiten hat das einfache Volk, sich gegen soziale Ungerechtigkeit oder gegen die Willkür der Wirtschaft und Politik zu wehren oder eine Änderung herbeizuführen?

Über die Regie

Für jedes Projekt wird eine neue Regisseurin oder ein neuer Regisseur verpflichtet, um unterschiedliche Probekulturen zu erfahren und von verschiedenen Blickwinkeln auf die Theaterkultur zu profitieren. Meistens haben externe Theaterschaffende oder ausgebildete SchauspielerInnen dieses Amt übernommen, so auch in diesem Jahr. Wir freuen uns Sibylla Halter für die diesjährige Regie gewonnen zu haben. Sie bildete sich in London und an der Schauspielschule Bern aus und sammelte Erfahrungen unter anderem als Regieassistentin am Luzerner Theater und mit einer eigenen Theatergruppe in Modena (I), bei der sie Regie führte. Besonders mit der Regie für Laientheater und der Inszenierung mit jungen Schauspielenden hat sie Erfahrung. Wir sind gespannt auf die Reaktionen unseres Publikums auf die sozialkritische Komödie „Bezahlt wird nicht!“ von Dario Fo und deren aktuelle Thematik.

UNSERE ANDEREN PRODUKTIONEN

1999: John B. Priestley: Ein Inspektor kommt (Regie: Eugen Eberhard)
2001: Oscar Wilde: Bunbury - The Importance of Being Earnest (Regie: Kaja Karel Vrba)
2002: Dürrenmatt: Herkules und der Stall des Augias (Regie: Lukas Schmocker)
2003: Dürrenmatt: Romulus der Grosse (Regie: Schmuel Stokvis)
2004: Slawomir Mrozek: Liebe auf der Krim (Regie: Ivo Tarquini)
2005: Eugene Ionesco: Die kahle Sängerin (Regie: Tanja Nievergelt)
2006: Bernard Shaw: Man kann nie wissen (Regie: Samya Lind)
2007: Richard B. Sheridan: Die Lästerschule (Regie: Henning Avenhaus)
2008: Agatha Christie: ... da waren’s nur noch neun (Regie: Maurice Caviezel)
2009: Tom Stoppard: Arkadien (Regie: Tobias Grimbacher)
2010: Choderlos de Laclos: Gefährliche Liebschaften (Regie: Henning Avenhaus)
2010: Jan Weissenfels: Nach hause (Minidrama) (Regie: Tobias Grimbacher)
2011: Joseph Kesselring: Arsen und Spitzenhäubchen (Regie: Susanne Popp)
2012: Shakespeare: Der Sturm (Regie: Susanne Popp)
2013: Jean Anouilh: Antigone (Regie: Saskia Neuthe)
2014: Dario Fo: Bezahlt wird nicht (Regie: Sibylla Halter)
2015: Frank Wedekind: Frühlings Erwachen (Regie: Lea Oxley)
2016: Robert Thomas: Acht Frauen (Regie: Sandra Zellweger)
2017: Eric-Emmanuel Schmitt: Hotel zu den zwei Welten (Regie: Laura Leupi)